26.01.2015

Ein Heimspiel für den Denkmalschutz
Gebäude auf dem Remmers-Gelände werden Baudenkmäler

Nicht jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, seine Kernkompetenz auf dem eigenen Betriebsgelände anzuwenden. Beim Marktführer für den Erhalt historischer Bausubstanz ist dies der Fall: Am Hauptsitz in Löningen erwarb Remmers im Jahr 2013 die Villa Kösters und unterzog sie einer umfassenden Sanierung. „Was wir sonst für unsere Kunden in vielen Ländern tun, machten wir direkt vor der Haustür." so Remmers-Aufsichtsratsvorsitzender Gerd-Dieter Sieverding.

 

Zusammen mit einem ebenfalls von Remmers sanierten benachbarten ehemaligen Doppelwohnhaus der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahndirektion wurde die Villa Kösters nun auf die amtliche niedersächsische Denkmalschutzliste für Baudenkmäler gesetzt. Beide Objekte erfüllen nach Ansicht der Denkmalschutzbehörde die Anforderungen an Einzeldenkmäler für die Kunst-, Bau- und Siedlungsgeschichte. Daher tragen sie ab sofort die markante blauweiße Denkmalschutzplakette des Landes Niedersachsen. „Wir freuen uns, durch die weitgehend originalgetreue Sanierung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der regionalen Baukultur leisten zu können." betont Gerd-Dieter Sieverding.

 

Die auf dem Betriebsgelände liegende Villa Kösters dient der Remmers-Gruppe heute als Schulungszentrum und ist Bestandteil des Kompetenzzentrums Holzoberfläche. Mit ihren zahlreichen Stilelementen wie Korbbogenfenster aus Buntglas oder ihrer Fachwerkkonstruktion im Giebel bildet sie ein markantes Beispiel bürgerlicher Architektur in Nordwestdeutschland. Bauherr und Namensgeber war der Architekt August Kösters, der sich in seiner Arbeit vom Jugendstil und dem Weimarer Bauhaus inspirieren ließ. Die von ihm selbst konzipierte Villa diente ihm als Wohnhaus und Sitz für sein Planungsbüro.