Die Putz-Fassaden

Vielfältige Instandsetzung für die meistgewählte Fassade

Die Putz-Fassade ist die am häufigsten gewählte Fassadenvariante. Grund dafür ist u.a. die Vielseitigkeit in Form und Farbe. Die traditionellen Mörtelputze für Fassaden werden als zement gebundene Unter- und Oberputze der Mörtelgruppe II (Kalk-Zementputze) hergestellt.

Daneben gibt es Wärmedämmputze, die aus einem wärmedämmenden Unterputz und einem wasserabweisenden mineralischen Oberputz gefertigt sind. Sie kommen bei massiven Wänden mit durchschnittlicher Dicke zum Einsatz und verbinden eine gute Dämmung mit entsprechenden bauphysikalischen Eigenschaften.

Das Altern einer Putz-Fassade kann auf vielschichtige Art und Weise erfolgen.  Wetterwechsel z.B. belastet den Wandaufbau extrem. Es entstehen Risse, Wasserschäden und Abtrennung der Fassadenschichten bis zur Ablösung. Besonders gefährdet sind dunklere Bereiche, Materialwechsel, Putzvorlagen wie Gesims- und Faschenbänder sowie Anstriche mit abweichendem   Dehnverhalten und abdichtender Wirkung. Auch Regen und Kondensat, die Aufnahme und Abgabe von Salzen sowie aufsteigende Feuchte greifen den Putz allmählich an.

Um Absanden, Krater, Risse und Schollen im Aufbau von Putz und  Anstrichschichten zu verhindern, sind Dachüberstände, Gesimse, Wasserschläge, Steinsockel sowie die regelmäßige Instandhaltung inkl. Anstrich von entscheidender Bedeutung.

1 Altputzflächenreinigung
Wenn der Altputz nicht erneuert, sondern lediglich neu beschichtet werden soll, ist eine Reinigung unerlässlich, um die Haftung der neuen Beschichtung am Untergrund sicherzustellen.

2 Entfernen des Altputzes
Ist der bisherige Putz bereits stark geschädigt, muss er, wie hier beispielhaft gezeigt, komplett entfernt werden.

3 Festigung
Sowohl Putzgrund, als auch Altputz müssen ggf. vor weiteren Arbeitsschritten gefestigt werden. Im Normalfall kann dies mit Remmers Silikatfestiger  geschehen, bei historisch wertvollen Bauwerken mit Remmers KSE 300 E.

4 Egalisierung & Unterputz
Für einen rissfrei aushärtenden Putz muss der Untergrund möglichst eben sein. Unebenheiten und Vertiefungen z.B. offene Fugen, werden mit Remmers Grundputz egalisiert. Darauf folgen Vorspritzmörtel und Remmers Grundputz (saugfähig) oder Universalputz (hydrophob).

5 Rissinstandsetzung
Putzbedingte ruhende Risse können meist durch einfaches Aufweiten,  Grundieren mit Tiefengrund und Verspachteln mit Siliconharz-Spachtel verschlossen werden. Putzgrund bedingte Risse werden – soweit nicht aufgrund weiterer Bewegungen eine komplette Entkopplung notwendig ist – weiträumig geöffnet, mit Tiefengrund grundiert und mit Verbundmörtel mit Gewebeeinbettung überputzt.

6 Oberputz
Mit den mineralischen Oberputzen Feinputz oder Dekorputz L, die sowohl von Hand als auch mit entsprechenden Putzmaschinen gut verarbeitbar sind oder alternativ mit Siliconharzputz LA wird die Oberfläche angeglichen und der Fassade die endgültige Struktur gegeben.

7 Stuck
Geschädigte Stuckelemente können entweder vor Ort mit Remmers Grob- und Feinzugmörtel nachgezogen oder mit Remmers Stuckmörtel gegossen und später angesetzt werden.

8 Beschichtung oder Lasur
Die Endbeschichtung erfolgt deckend oder lasierend. Entweder im hoch diffusionsoffenen und stark wasserabweisenden Siliconharzfarbsystem mit Remmers Siliconharzfarbe LA bzw. Historic-Lasur oder mit der Mineralfarbe Remmers Silikatfarbe D.