Polyurethane

Werden auch kurz als PUR oder PU bezeichnet. Die reaktive Komponente ist ein sogenanntes Isocyanat (aromatisch oder aliphatisch), welches mit einem mehrwertigen Alkohol (Polyol) oder einem Amin zur Reaktion gebracht wird. Bei diesen zweikomponentigen Polyurethanen unterscheidet man zwischen der Stammkomponente Polyol und der Härterkomponente, den Isocyanaten.

Polyurethane sind je nach Vernetzungsgrad und Struktur des Polyols hart bis elastisch einstellbar. Bei geringer Vernetzung der Polyurethane haben wir es mit Elastomeren und bei starker Vernetzung mit Duromeren zu tun. Aromatische Isocyanate zeigen eine deutliche Vergilbung unter UV-Einfluß, während sich auf Basis der wesentlich teureren aliphatischen Isocyanate wetterbeständige Systeme herstellen lassen. Von besonderer technischer Bedeutung ist die Reaktionsfähigkeit von Isocyanaten mit Wasser, weil sie den Einsatz von einkomponentigen Polyurethanen erlaubt. Die zweite Komponente ist hier das Wasser aus der Luft. Die Aushärtezeit ist bei diesen Systemen stark von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit abhängig.