13.11.2014

Bernhard-Remmers-Preisverleihung 2014

Preiswürdiger Denkmalschutz mit Energieeffizienz

Mehr als 800 Gäste aus elf europäischen Ländern sorgten bei der achten Verleihung des Bernhard-Remmers-Preis für herausragende Leistungen in der handwerklichen Baudenkmalpflege für einen würdigen Rahmen. Eingebettet in das Programm der Leipziger Messe „denkmal 2014“ bot die Veranstaltung eine Plattform für die verschiedensten Experten aus der Baudenkmalpflege.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die an der Instandsetzung des Gebäudeareals „The Metropolitan Gardens“ an der Clayallee in Berlin-Dahlem beteiligten Handwerker, Architekten und Investoren.


„Mit dem Preis würdigt die Jury zum einen die richtungsgebende Rolle der Investorengemeinschaft Prinz von Preussen Grundbesitz AG und Terraplan Grundstücksentwicklungs GmbH, zum anderen die handwerkliche Leistung der Firma Gülzow Re-US Malerbetrieb GmbH und die gelungene Betonsanierung der Dieter Berg Bauausführungen GmbH sowie die gestalterische Arbeit des Architekten Klaus Meier-Hartmann als drittem Preisträger."
erläuterte der Beirats-Vorsitzende Walter Bourrichter aus Münster.

 

Besonders das Umnutzungs- und Energiesparkonzept überzeugte die Jury, da es die historischen Bauwerke in die moderne Zeit und Umgebung integriert. Dabei kam zur nachhaltigen Innendämmung der Wände das iQ-Therm-System zum Einsatz, das die Wandfeuchtigkeit abführt und beste Dämmwerte erzielt. Außerdem wurde in erheblichem Maße das Remmers Betonersatzsystem Betofix R4 bei der aufwändigen Sanierung der Decken benutzt. Der nach modernsten technischen und denkmalschützerischen Standards sanierte Komplex beherbergte einst das Luftkommando III der Wehrmacht und wurde nach dem Ende des 2. Weltkrieges US-Hauptquartier, bevor er jahrelang leer stand. Nach der Restaurierung entstand eine moderne Wohn- und Parklandschaft mit attraktiven Lofts und Suiten.


Die gesellschaftliche Funktion der Instandsetzung von Baudenkmälern betonte der Remmers Aufsichtsratsvorsitzende Gerd-Dieter Sieverding:

„Nur wenn Baudenkmäler eine wirtschaftlich sinnvolle Aufgabenstellung erhalten, kann sichergestellt werden, dass sie auch dauerhaft die geschichtliche Erinnerung bewahren können."

 

In einer vom bekannten TV-Moderator Ludger Abeln geleiteten Gesprächsrunde stellten die Preisträger sowie neben dem Präsidenten des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege Dr. Stefan Winghart auch der Leiter des Instituts für Bauklimatik der TU Dresden Dr. Rudolf Plagge sowie Vertreter der Jury die Bedeutung einer intensiven Kommunikation zwischen allen Beteiligten heraus. Nur so könne ein komplexes und erhaltenswertes Denkmal innovativ saniert und zugleich wirtschaftlich genutzt werden.

Das dürfte auch in zwei Jahren bei der neunten Verleihung des Bernhard-Remmers-Preises ein wichtiges Kriterium werden.


Fotos: Remmers/Knofe