BMBF-Projekt 'NanoLambda'

NanoLambda –
Entwicklung von Wärmedämmsystemkomponenten und -oberflächen auf der Basis nanostrukturierter Materialien

BMBF-Projekt - FKZ: 03X0071C

Das Projekt „NanoLambda“ wird im Rahmen der „Hightech-Strategie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenprogramms "Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft - WING" zum Thema "Nanotechnologie im Bauwesen - NanoTecture: Erschließung höherer Ressourcen-/Energiespar und Leistungspotentiale sowie neuer Funktionalitäten" gefördert und vom Projektträger Jülich (PTJ) betreut.

Verbundpartner: Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern), Remmers GmbH, Eckart GmbH

Ziel dieses Vorhabens ist die Erforschung und Entwicklung neuartiger Komponenten für Wärmedämmsysteme auf der Basis nanostrukturierter Materialien. Dabei sollen gezielt physikalische Effekte ausgenutzt werden, die auf dem nanoskaligen Aufbau der eingesetzten Materialien beruhen, um die Leistungsfähigkeit von Wärmedämmstoffen und deren Oberflächen für den Einsatz im Bauwesen zu erhöhen.

Im Verbundvorhaben ist Remmers mit der Entwicklung von niedrig-emittierenden Farben ("low-e Farben") zur deutlichen Verminderung der Wärmeabstrahlung von Gebäudeoberflächen beauftragt:

Vor allem bei sehr gut gedämmten Fassaden kann die Oberflächentemperatur aufgrund der Wärmeabstrahlung an die Umgebung und speziell an den kalten Nachthimmel unter die der Lufttemperatur sinken. Dabei fällt häufig Tauwasser an der Fassadenoberfläche aus. Dies bewirkt langfristig - hauptsächlich bei Wärmedämmverbundsystemen - eine Veralgung bzw. Vergrünung der Fassade, was zum einen den optischen Eindruck verschlechtert und zum anderen die Bausubstanz langfristig schädigt.

Dieser Vergrünung begegnet man in der Regel durch die Gabe von biozid-wirkenden Stoffen zur Fassadenbeschichtung, wobei immer eine möglichst geringe Dosierung angestrebt wird. Beim Einsatz von low-e Farben kann auf Biozide im Fassadenanstrich weitgehend verzichtet werden:

Durch eine niedrig-emittierende Oberfläche wird die Wärmeabstrahlung an die Umgebung reduziert und so die Abkühlung der Oberfläche vermindert, was wiederum zu einer Reduktion des Tauwasserausfalls führt.

Alternativ kann der Tauwasserausfall auch durch eine Erhöhung der Putzschichtdicke und damit der Wärmekapazität der äußersten Schicht vermindert werden, doch ist dieser Effekt deutlich geringer als beim Einsatz einer geeigneten low-e Farbe.

Zur Zielerreichung werden metallische oder halbleitende Pigmente entwickelt, die sich in die Farbe integrieren lassen und einen geringen Emissionsgrad der Farbe im infraroten Spektralbereich bewirken. Gleichzeitig soll die Farbe im sichtbaren Wellenlängenbereich einen, beispielsweise durch Farbpigmente erzeugten, Farbeindruck aufweisen, der nicht durch die IR-aktiven Pigmente überlagert wird. Ziel ist die Verwirklichung eines Emissionsgrades e < 0,4 bei maximalen Erhalt der Farbneutralität.

Verantwortlichkeiten von Remmers im Projekt

Aufgrund seines Know-how's verantwortet Remmers insbesondere die Bearbeitung folgender Fragen:

  • Integration von im Rahmen des Projektes bereitgestellten neuartigen Stoffen in bewährte Systeme zur Erhöhung deren Nachhaltigkeit.
  • Rezeptierung von im Rahmen des Projektes bereitgestellten neuartigen Stoffen zu neuartigen Systemen mit entsprechenden Zusatznutzen.
  • Prüfung der Entwicklungsprodukte, soweit möglich, intern im Hause Remmers (ansonsten durch Projektpartner und ggf. durch unabhängige Prüfinstitute).
  • Beratende Funktion bei der Entwicklung neuartiger Rohstoffe  mit erforderlichen Eigenschaften.
  • Abstimmung zwischen den Projektpartnern von Rohstoffentwicklung, Rezepturformulierung und Endanwendung.

 


Wir danken dem BMBF für die finanzielle Unterstützung. FKZ: 03X0071C.

www.bmbf.de