Hydrophobierende Imprägnierung für Fassaden

Außen Schützen, innen Dämmen!

In vielen Regionen Deutschlands prägen steinsichtige Fassaden oder Fassadenbereiche aus Ziegel- oder Natursteinmauerwerk das Bild unserer Städte. Durch eine Außendämmung würde das Erscheinungsbild dieser Fassaden zumeist erheblich verändert. Innendämmungen sind bei solchen Konstruktionen daher oft die einzige Möglichkeit zur Reduzierung der Transmissionswärmeverluste.

Die Verwendung einer Innendämmung bewirkt durch die enge Wechselwirkung zwischen Wärme und Feuchte immer Veränderungen der Feuchteverhältnisse im Bauteil. Daher kommt dem Feuchteschutz der Fassade hier eine entscheidende Bedeutung zu.

Schlagregen bringt bei steinsichtigen Konstruktionen hohe Feuchtegehalte mit sich. Da zudem jede Innendämmung das Trocknungspotential einer Konstruktion (außer im Hochsommer) tendentiell reduziert, ist der Schlagregenschutz der Fassade von besonderer Bedeutung. Eine hydrophobierende Imprägnierung reduziert die Wasseraufnahme freibewitterter Fassadenflächen.

Weil bei der Hydrophobierung die Poren offen bleiben, behält der Baustoff seine „Atmungsaktivität“, d. h. die Wasserdampfdurchlässigkeit wird nicht bzw. nur unwesentlich beeinträchtigt. Da ein trockener Baustoff besser dämmt als ein nasser, wird durch eine Hydrophobierung neben dem Schutz der Konstruktion ein zusätzliches Energiesparpotential erschlossen. Durch das „Fernhalten“ von Wasser behält der imprägnierte Baustoff seinen ursprünglichen, niedrigen Wärmeleitfähigkeitswert (λ-Wert) bzw. erhält ihn zurück.

Am Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Holzkirchen an Musterwänden ermittelte Feuchtegehalte vor und nach einer Hydrophobierung lassen eine Abschätzung des durch diese Maßnahmen erzielbaren Energieeinsparpotentials zu.

Die oben abgebildete Grafik zeigt den Feuchtegehalt im Gesamtquerschnitt einer Ziegelfassade zu unterschiedlichen Zeitpunkten während bzw. nach einer Hydrophobierung. Ohne Wasserabweisung stellte sich ein durchschnittlicher Wert von ca. 160 kg/m³ ein. Dies entspricht einem volumenbezogenen Feuchtegehalt von 16 %. Der Feuchtegehalt eines geschützten Ziegels läge bei ca. 2 Vol. % seiner hygroskopischen Ausgleichsfeuchte. Mit diesen Werten und einer Korrelation zwischen Wärmeleitfähigkeit und Feuchtegehalt können näherungsweise die zugehörigen Wärmeleitfähigkeiten des entsprechenden Ziegelmauerwerks ermittelt werden.

Für die Funktionalität eines Innendämmstoffes ist die kapillare Leitfähigkeit bzgl. eines möglichen Tauwasseranfalls in der Konstruktion ebenso wichtig wie für Wasser, das von außen eindringt.

iQ-Therm ist aufgrund der nach innen gerichteten Kapillarkräfte und dem Vermögen, Feuchtigkeit durch seine Poren zu leiten, in der Lage, Wasser aus der Konstruktion zurück an die raumseitige Oberfläche zu transportieren, von wo aus es in den Raum zurück verdunsten kann.

Berechnet mit Cond 1.8, Institut für Bauklimatik, TU Dresden

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