Qualitätssicherung in der Bauwerkserhaltung

Die Remmers Fachplanungsgesellschaft

Forschung und Wissenschaft verstehen die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge, die die Zerstörung von Baustoffen bewirken, immer besser.

Gleichzeitig wird der Markt der verfügbaren Verfahren, Baustoffe und bauchemischen Produkte immer komplexer und undurchsichtiger. Parallel dazu steigt die Zahl von Verordnungen, Gesetzen und Regelwerken.

Obwohl Fachleute (und im Streitfalle auch Gerichte) seit vielen Jahren fordern, vor der Instandsetzung von Gebäuden Bauzustandsanalysen durchzuführen, wird darauf noch immer häufig verzichtet.

Folglich liegen in der Planung von Erhaltungsmaßnahmen nach wie vor die größten Defizite. Obwohl Ziele und Inhalte stark divergieren, wird immer wieder der untaugliche Versuch unternommen, die Planungsinstrumente des Neubauwesens einfach auf die Bauwerkserhaltung zu übertragen.

Keine fertigen Rezepte – Kooperation und Diskussion

Die Dauerhaftigkeit von Erhaltungsmaßnahmen wird neben bauwerksbedingten Schädigungsmechanismen immer von Umweltwirkungen und den hierdurch bedingten Alterungsprozessen beeinflusst.

Diese Vorgänge und ihre Wechselwirkung mit traditionellen sowie modernen Reparatur- und Konservierungsmaterialien und -techniken naturwissenschaftlich zu erschließen und sie als Planungsgrundlage für effektive Erhaltungskonzepte heranzuziehen, ist das übergreifende Arbeitsfeld der Remmers Fachplanungsgesellschaft.

Das charakteristische in der Arbeitsmethodik der Remmers Fachplanung liegt in ihrem ganzheitlich interdisziplinären Arbeitsansatz. Neben unterschiedlichen Natur- und Ingeieurwissenschaften werden gleichberechtigt zielführend Kunsthistoriker und das Handwerk in die Arbeiten integriert.

Für den Auftraggeber ergibt sich daraus der Vorteil, dass alle zur Konzeptfindung notwendigen Berufsgruppen von Anbeginn der Arbeiten an zielgerichtet integriert werden – eine Arbeitsweise, die im praktischen Bauablauf viel Zeit und damit Geld spart und zudem ein hohes Maß an Kostensicherheit in der Ausführung in sich birgt.

Ziel und Aufgabenstellung

Beim Aufstellen einer fachgerechten Bauzustandsanalyse für ein Objekt müssen Bauschäden eingehend auch messtechnisch untersucht werden.

Von großer Wichtigkeit ist neben der Ermittlung charakteristischer Kennwerte und dem Belastungsgrad durch Schadstoffe auch die Bewertung weiterer objektspezifischen Gegebenheiten wie z.B. baukonstruktive Gegebenheiten oder spezielle mikroklimatische Gegebenheiten.

Ein Zusammenführen aller Ergebnisse aus den unterschiedlichen Untersuchungen und Beobachtungen ermöglicht es dann, eine objektspezifische und wirtschaftliche Lösung des Sanierungsproblems auszuarbeiten.

Elemente

Ermittlung der objektspezifischen Kenndaten

  • Probenentnahme
  • Feuchtebilanz
  • Salzbilanz
  • Schädlingsbefall
  • Biozidbelastung

Zur Ermittlung der jeweils notwendigen Kenndaten stehen unseren Kunden Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen zur Verfügung.

  • Anwendungstechnik
  • Remmers Fachplanung
  • Analytik-Labor
  • Bauhandwerk
  • Holzhandwerk

Darüber hinaus spielt die Zusammenarbeit in einer Europa überspannenden Netzwerkstruktur eine wichtige Rolle. Als kooperierende Partner seien beispielhaft die TNO / Delft, Gerner Fachwerkconsulting / Fulda, die MPA / Bremen und die Ingenieure in der Bauwerkserhaltung / Weimar genannt.

In der dargestellten Arbeitsmethodik erfolgt neben der Lösung konkreter Objektaufgaben die Mitarbeit in zahlreichen Forschungsprojekten auf nationaler und internationaler Ebene – aus dieser Tätigkeit resultiert ein großer Erfahrungsfundus, der wiederum in die alltägliche Objektarbeit einfließt.

Probenentnahme

Um aussagefähige Untersuchungsergebnisse zu erhalten, ist eine sachgerechte und zielgerichtete Probenentnahme unerlässlich.

Menge und Art der Proben hängen vom Untersuchungsziel und den vorgesehenen Untersuchungsmethoden ab. Die Anzahl der Proben muss die verschiedenen Schadensformen, Baustoffe und Bauteile berücksichtigen. Die entnommenen Proben müssen eine ausreichende Größe besitzen.

Bei einer geringen Probenanzahl und kleinen Proben weichen die Untersuchungsergebnisse oft wesentlich von repräsentativen Kennwerten ab. Art und Zeitpunkt der Probenentnahme sowie die dabei herrschenden Bedingungen sind zu dokumentieren. Die Probenentnahmestellen sind hinsichtlich der Lage, Richtung und Entnahmekoordinaten zu dokumentieren (Höhen-/Tiefenangaben). Durch Verpackung, Transport und Lagerung der Proben dürfen sich die Stoffkenndaten nicht verändern (z.B. Materialfeuchte). Baustoffe etwa benötigen zwingend eine luftdichte Verpackung. Schimmel- und Pilzproben dagegen dürfen nur in atmungsaktiven Verpackungen verschickt werden.

Wir stehen für unsere Kunden jederzeit im Vorfeld von Probenentnahmen für Fragen zur Verfügung.