Werterhaltungs-Tipps für Schimmelsaniersysteme


Das Wirkprinzip einer hochwertigen
Innenwand-Sanierung:

Hochwertige Innenwand-Sanier-Systeme werden durch den Bautenschutz-Fachbetrieb ggf. in Kombination mit einer nachträglichen Bauwerks-Abdichtung durch die Auswahl eines geeigneten Innenwand-Sanier-Systems wie Sanierputz,Schimmel-Sanierplatte SLP N oder iQ-Therm ausgeführt.

Das Wärme-/Feuchteverhalten wird durch die Saniermaßnahmen deutlich verbessert. Die Heizwärme verbleibt, abhängig vom Saniersystem, zu einem Großteil innerhalb des umschlossenen Wohnraumes und kann nur in geringem
Maß durch den Wandbildner entweichen.

Dadurch werden erhebliche Heizkosten eingespart. Die Gefahr von Durchfeuchtung wird durch den Einsatz der Bauwerksabdichtung wirksam verhindert. Ein allergiearmes, hygienisches Raumklima wird durch die Kennwerte des Innen-Wand-Sanier-Systems gewährleistet. Der Wohnraum-Nutzer erlebt durch das Innen-Wand-Sanier-System ein spürbar angenehmeres Raumklima.

Werterhaltungs-Tipps

1. Speziell für Sanierputz-Systeme gilt:
Die Putzflächen sind vor zu schneller Austrocknung zu schützen. Wird dem Putz frühzeitig das Anmachwasser entzogen, wird der Abbindeverlauf und somit die Festigkeitsentwicklung gestört. Dadurch kann es zu Rißbildung und Absandungen kommen. Um dieses zu verhindern, dürfen sanierte Räume während der Aushärtezeit keiner Windzugbelastung ausgesetzt sein und nicht kurzfristig aufgeheizt oder thermisch belastet werden. Speziell in Kellerräumen herrscht insbesondere in den Sommermonaten bei und nach der Verarbeitung eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Der Sanierputz erhärtet zwar, kann aber seine definiertes Eigenschaftsprofil nicht vollständig ausbilden. Es ist darauf zu achten, dass hohe Raumfeuchten (> 65 %) abgeführt und somit ein Austrocknen des Putzes unterstützt wird. (Lüften, Luftentfeuchter)

2. Remmers SLP N Calcium-Silikat-Innendämm-Platten zur hygrisch-energetischen Gebäudesanierung wirken wärmedämmend und kapillaraktiv. Die Schimmelsanierplatten finden vorzugsweise Verwendung bei Schimmelpilzbefall als Folge von Wärmebrücken oder hinter ungeeigneten Dämmsystemen, bei Kondensatbildung oder deren Folgeschäden wie Fäulnis von Fachwerkhölzern, Korrosion von Bewehrungseisen, muffigem, modrigem Geruch, Feuchteflecken etc.

3. Eine abschließende Oberflächengestaltung, unabhängig vom Innen-Wand-Sanier-System, muss mit diffusionsoffenen und kapillaroffenen Beschichtungsstoffen oder -systemen erfolgen. Hierzu zählen je nach
Systemlösung mineralisch gebundene Farbanstriche wie Sanierputzfarbe, iQ-Paint, iQ-Paint ST, das Historic Kalkfarb-System sowie Mineralfarbe OH.
Diffusionsbremsende Wandbeschichtungsstoffe wie Tapeten oder auch Latexfarben wirken kontraproduktiv auf die Funktionalität der Innen-Wand-Sanier-Systeme. Langfristige Folgeschäden können dann nicht
ausgeschlossen werden.

4. Möbel sollten keinen direkten Kontakt zur Wand haben, um die Konvektion zwischen Wandbildner und Möbel zu gewährleisten.

5. Bei Kombination von Innenabdichtung und Sanierputz-System dürfen keine Beschädigungen durch Dübel, Nägel oder andere Durchdringungen zum Untergrund durchgeführt werden. Hierzu sind spezielle Klebe-Systeme auf der Putzoberfläche zu verwenden.

6. Um die volle Funktionalität eines Innen-Wand-Sanier-Systems zu gewährleisten, ist ein angepasstes Lüftungsverhalten notwendig. Dies kann beispielsweise über automatisierte Lüftungszyklen oder manuell folgendermaßen durchgeführt werden:

  • Küche/Bad:
    In diesen Räumen kann kurzzeitig sehr viel Feuchte entstehen, z. B. beim Duschen, Baden, Kochen und auch beim Wischen von gefliesten Fußböden. Lüften Sie diese „Feuchtespitzen“ unmittelbar weg. Öffnen Sie während bzw. nach dem Kochen oder nach dem Duschen ein Fenster, um intensiv durchzulüften.
  • Wohnräume:
    Hier können Sie nach „Nase“ lüften. Wenn die Luftqualität schlecht ist („es riecht“), empfiehlt sich eine Stoßlüftung. Befinden sich im Wohnzimmer sehr viele Pflanzen oder andere Feuchtequellen (Aquarium, Zimmerspringbrunnen, etc.), sollten Sie die Luftfeuchte regelmäßig überprüfen, z. B. mit einem Hygrometer (Die Werte sollten in der Regel unter 60 % rel. Luftfeuchte liegen).
  • Schlafräume:
    Wenn Sie bei angekipptem Fenster schlafen, kann die feuchte Atemluft sofort entweichen. Bleibt das Fenster nachts geschlossen, sollten Sie nach dem Aufstehen mit weit geöffnetem Fenster lüften (Stoßlüftung). Im Winter reichen dafür 5 bis 10 Minuten, im Frühjahr und Herbst kann länger gelüftet
    werden. Mit einem Hygrometer können Sie feststellen, ob die „relative Feuchte“ geringer als 60 % ist. Falls dieser Richtwert überschritten wird, sollten Sie länger oder öfter lüften (z. B. zusätzlich am Abend).

Wenn Sie die hier angegebenen Tipps beherzigen, werden Sie mit wenig Aufwand eine hervorragende Luft- undWohnqualität erzeugen – und dabei langfristig den Wert Ihres Innen-Wand-Sanier-Systems erhalten.


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