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Schimmelsanierung mit dem Power Protect System



Wie steht es um die Umweltfreundlichkeit von Power Protect-Platten?

Power Protect [eco] gehört zu den nachweislich verantwortungsvoll hergestellten Produkten und ist deshalb mit dem Siegel „DER BLAUE ENGEL“ ausgezeichnet. Es kennzeichnet Produkte, die hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheitsund Gebrauchseigenschaften erfüllen und ist ein verlässlicher Wegweiser und Orientierungshilfe für ökologisch sinnvolle Kaufentscheidungen.

 

Wie kann eine Cellulose-gebundene Platte schimmelresistent sein?

Die Platten selbst wurden von dem renommierten MICOR-Labor von Frau Dr. Messal positiv auf ihre Schimmelresistenz hin überprüft. Das Prüfzeugnis und der Bericht sind im Internet unter www.remmers.de abrufbar. Hinzu kommt, dass die Platten in ihrer Einbausituation beidseitig mit einem hoch alkalischen Mörtel versehen werden, der jeglichen Befall abtötet und eine neuerliche Kontamination verhindert. Selbst wenn die Alkalität im Laufe von Jahren zurückgegangen ist, bildet die durchgängige mineralische Deckschicht einen wirksamen Schutz.

 

Wie werden Steckdosen, Lichtschalter, etc. eingebaut?

In der Regel werden bei der Schimmelsanierung die bestehenden Leitungen weiterverwendet. Es empfiehlt sich, die alte Dose auszubauen, das Loch aufzuweiten und mit einem Dämmstück in Plattenstärke zu versehen. Zum Einsetzen neuer Dosen müssen die alten Kabel ggf. verlängert werden.

 

Wie sind Elektroleitungen zu verlegen?

Werden neue Leitungen verlegt, können diese sowohl auf der Plattenoberseite als auch auf der Unterseite verlegt werden.

 

Wie werden Heiz- bzw. Warmwasserleitungen verlegt?

Es empfiehlt sich immer, Heiz- und Wasserleitungen auf die „warme Seite“, d. h. auf die Raumseite des Systems, zu verlegen.

 

Wie werden Bilder oder ähnliches befestigt?

Kurze Nägel oder Schrauben, zur Aufnahme kleinerer und mittlerer Lasten, stellen kein Problem dar. Sie können direkt in der Patte verankert werden.

 

Mit welchen Mitteln können Oberschränke befestigt werden?

Soweit möglich sollten Oberschränke im Bereich von Innendämmsystemen vermieden werden. Zur präzisen, wärmebrückenfreien Befestigung größerer Lasten (z. B. Küchen-Oberschränke, Treppengeländer etc.) kann z. B. mit einem zuschneidbaren Montagezylinder aus PU-Hartschaum gearbeitet werden.

 

Mit welchen Mitteln werden die Platten zugeschnitten?

Die Platten können mit üblichen Holzbearbeitungswerkzeugen geschnitten werden. Insbesondere die dünnen Patten können auch mit einem stabilen Cuttermesser eingeschnitten und dann gebrochen werden.

 

Ist das System tapezierbar?

Bislang kann, aufgrund der enormen Vielfalt an Kleistern und Tapeten sowie dem Mangel an zuverlässigen Messwerten, keine Empfehlung in dieser Richtung gegeben werden. Das System sollte eher nicht tapeziert sondern mit einer kapillaroffenen Systemfarbe gestrichen werden.

 

Welche Möglichkeiten zur Oberflächengestaltung gibt es?

Die Oberflächenqualität erreicht mit PP Fill bereits Q3-Qualität. Sollte eine Q4-Oberfläche gefordert sein, kann dies durch Aufbringen einer weiteren Schicht iQ-Fill Q4 erreicht werden.

 

Kann Power Protect im Fachwerk eingesetzt werden?

Der Einsatz von Power Protect P 25 oder P 40 ist auch bei Fachwerkbauten kein Problem. Bei Sichtfachwerk ist immer mit einem Riss zwischen Gefach und Holz zu rechnen. Diese Risse können bei Beregnung der Fassade zu einer hohen Wasseraufnahme führen, insbesondere auf den schlagregenbelasteten Seiten eines Gebäudes. Die hier aufgenommenen Wassermengen können die durch eine kapillaraktive Innendämmung entstehenden Tauwassermengen um ein Vielfaches überschreiten. Dieses Wasser muss wieder abtrocknen können, wozu ein entsprechender Energieeintrag notwendig ist. Wird das Fachwerk innenseitig zu hoch gedämmt, ist der Energieeintrag so stark reduziert, dass die Trocknung nicht mehr gewährleistet werden kann. Das ist bei Power Protect kein Problem!

 

Müssen Power Protect-Platten gedübelt werden?

Auf allen massiven, nicht dynamisch beanspruchten Konstruktionen muss Power Protect weder im Wand- noch im Deckenbereich gedübelt werden. Bei dynamisch beanspruchten Konstruktionen (z. B. Fachwerk), empfiehlt sich die Anwendung von Dübeln, wie sie auch für WDVS Verwendung finden. Üblicherweise werden hier die Dübel nicht im Holz, sondern im Gefach angebracht.

 

Kann Power Protect auch als Deckendämmung eingesetzt werden?

Ja!

 

Wie muss der Untergrund für das Power Protect-System beschaffen sein?

Der Untergrund muss eben sein, so dass eine vollflächige Anbindung des Sy stems gewährleistet werden kann. Batzen- oder Punkt-/ Wulst-Verklebungen sind nicht zulässig. Gipsputze sowie mürbe Kalkputze sollten entfernt werden!

 

Wie sieht es mit dem Brandschutz aus?

Bei den Power Protect-Platten handelt es sich um einen Baustoff der Euroklasse B-s1, d0, was etwa der „alten Bezeichnung“ B1 entspricht. Innerhalb von Wohnungen, egal in welchem Geschoss bzw. bei welcher Gebäudehöhe, sind Power Protect-Platten somit zugelassen. Die Kennzeichnung besagt zudem, dass die Platten im Brandfall weder »brennend« noch »nicht brennend« abtropfen. Die Gefahr von Glimmbränden, die sich unbemerkt in der Dämmschicht ausbreiten, besteht nicht. Ein bauaufsichtlicher Nachweis über das Glimmverhalten ist daher nicht erforderlich. Einschränkungen für den Einsatz von Power Protect existieren lediglich bei Flucht- bzw. Rettungswegen, da hier nur Baustoffe der Klasse A1 erlaubt sind. Im Rahmen des ingenieurmäßigen Brandschutzes sind Abweichungen möglich.